Erfahrungsbericht MBSR-Kurs „Stressmanagement durch Achtsamkeit“ Modul 7
Erfahrungsbericht MBSR-Kurs „Stressmanagement durch Achtsamkeit“ Modul 7
9. Mai 2018
MBS- Kurs Stressmanagement durch Achtsamkeit

Erfahrungsbericht MBSR-Kurs „Stressmanagement durch Achtsamkeit“ Modul 8
von Anne Kühl

In 8 Kurseinheiten werde ich neues Wissen und Übungen zu dem Thema sammeln können und mich voll auf die neuen Eindrücke einlassen. Gerne möchte ich meine Erfahrungen nach jeder Einheit hier mit euch teilen und hoffe auch euch mit dem Inhalt inspirieren zu können. Hier mein Erfahrungsbericht zum MBSR-Kurs:

Modul 8

Diese Woche fand die letzte Kurseinheit zu unserem Seminar „Stressmanagement durch Achtsamkeit“ statt. Für mich eine wirklich sehr schöne und gelungene Abschlussrunde, in der wir rückblickend auf die neuen Erkenntnisse, erlernten Übungen und Veränderungen durch die regelmäßige Achtsamkeitspraxis in den letzten zwei Monaten geschaut haben.

Wir haben die drei zentralen Übungen (Body Scan, Yoga, Sitzmeditation) wiederholt und jeder konnte in der jeweiligen Übung einen Teil selbst für die Gruppe anleiten. Eine schöne und wichtige Erfahrung, um sich von den bisherigen Vorgaben zu lösen, seinen eigenen Rhythmus in den Übungen zu finden und diese somit auch unabhängig von der Anleitung durch die Audiodateien für sich selbst in die verschiedenen Situationen des Alltags integrieren zu können.

Mit dem Bild einer Reise haben wir die einzelnen Kurseinheiten noch einmal erlebt. Wir haben für uns fremde Länder und vielleicht schwierige Schluchten erkundet, sonnige Momente und schöne Begegnungen gespürt, neue Gegenden erforscht und Kostbarkeiten entdeckt, die uns auch nach unserer Reise noch erhalten bleiben. Jeder hat für sich geschaut, was als herausfordernd und was als leicht erlebt wurde, was man über sich selbst gelernt hat, welchen Schatz man mitnimmt, wofür man dankbar ist und ob sich das Verständnis von Achtsamkeit im Vergleich zu vor dem Seminar verändert hat.

Um unsere Erfahrungen mit der Achtsamkeitspraxis auch in unsere Zukunft mitzunehmen, haben wir einen Brief an uns selbst geschrieben, in dem wir unsere Wünsche, Dankbarkeit und Ziele für uns persönlich ausdrücken konnten. Wirklich eine sehr schöne und bewegende Aufgabe und ich freue mich schon jetzt diesen Brief nach einiger Zeit, wenn ich es schon längst vergessen habe und damit gar nicht mehr rechne, in meinem Briefkasten vorzufinden.

Als Ausblick und Weiterführung der Achtsamkeitspraxis in unserem Alltag haben wir geschaut, welche spezifischen Ziele wir uns im Bezug zum Thema Achtsamkeit setzen, was möchten wir erreichen, was ist realistisch und was kann uns dabei unterstützen.

Was nehme ich nun abschließend aus diesem Seminar mit, was wird für mich bleiben?

Rückblickend ist für mich ist das Bild einer Bergbesteigung ein passender Vergleich, um meine Erlebnisse und Emotionen in den zwei Monaten des Achtsamkeitsseminars zusammenzufassen. Ich war voller Vorfreude und Aufregung, was mich in dem Seminar erwarten wird und war vor allem gespannt, wer mich auf dieser Tour begleiten wird. Lange Zeit ging es freudig bergauf, ich bin unbekannte Wege entlang spaziert und habe mich auf alles ganz bewusst eingelassen. Ich habe viel Neues gelernt zum Thema Achtsamkeit, Stress und dem Umgang mit diesem. Außerdem war es für mich spannend meinen Körper gezielter wahrzunehmen, nochmal anders herauszufordern und neue Erkenntnisse über sich selbst zu erfahren. Doch es kam auch der Punkt an dem die anfängliche Euphorie und Energie für diese Bergtour nachließ, ich spürte vermehrt die Anstrengung und Ungeduld endlich ans Ziel gelangen zu wollen. Gerade in den aufwühlenden Stunden, in denen wir uns mit stressverschärfenden Gedanken und unangenehmen Gefühlen beschäftigt haben, erschien für mich der Aufstieg umso schwerer. Aber schlussendlich hat sich Weitergehen gelohnt und ich kann auf eine interessante Kurszeit zurückblicken. Was ich definitiv für mich dabei neu entdeckt habe, sind die Yoga-Übungen, die ich auch gerne langfristig und regelmäßig beibehalten werde. Außerdem möchte ich versuchen auch in alltäglichen Situationen achtsamer und dankbarer zu sein, öfter mal innezuhalten und wahrzunehmen, was eigentlich gerade im Moment passiert und wirklich wichtig ist, sei es für mich selbst oder im Umgang mit Anderen.