Erfahrungsbericht MBSR-Kurs "Stressmanagement durch Achtsamkeit"
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MBS- Kurs Stressmanagement durch Achtsamkeit

Erfahrungsbericht MBSR-Kurs „Stressmanagement durch Achtsamkeit“ Modul 6
von Anne Kühl

In 8 Kurseinheiten werde ich neues Wissen und Übungen zu dem Thema sammeln können und mich voll auf die neuen Eindrücke einlassen. Gerne möchte ich meine Erfahrungen nach jeder Einheit hier mit euch teilen und hoffe auch euch mit dem Inhalt inspirieren zu können. Hier mein Erfahrungsbericht zum MBSR-Kurs:

Modul 6

In der sechsten Stunde unseres Seminars „Stressmanagement durch Achtsamkeit“ beschäftigte uns die Frage, wie wir achtsam und präsent mit schwierigen Gefühlen umgehen. Meistens können wir nicht kontrollieren, welche Gedanken und Gefühle auftauchen, aber wir können entscheiden, wie wir uns mit diesen befassen. Vermutlich geht es vielen ähnlich und ihr kennt das Phänomen, sich lieber auf schöne und positive Gefühle zu stürzen. Bei unangenehmen Gefühlen neigen wir eher sie zu begrenzen und verdrängen, ganz nach dem Motto: “Einfach nicht beachten, dann wird auch kein Problem daraus.“. Auch wenn diese Taktik natürlich nachvollziehbar und eventuell in gewissen Momenten sinnvoll sein kann, so wissen wir doch, dass verleugnete Gefühle nicht einfach weg sind, nur weil wir uns entschlossen haben wegzusehen. Im Gegenteil, sie wirken weiter in uns und können unsere Lebensqualität beeinflussen: schlechte Laune, Gereiztheit oder eine depressive Verstimmung können die Folge von solchen verdrängten und verleugneten Gefühlen sein.

Wir haben in der Kurseinheit geschaut, wodurch unsere Gefühle und Reaktionen bspw. in der Kindheit geprägt wurden und wie wir und unser Umfeld früher damit umgegangen sind. In einer Sitzmeditation haben wir uns auf ein für uns unangenehmes Gefühl konzentriert und haben dieses bewusst wahrgenommen. Es ging nur darum bei diesem Gefühl zu bleiben und dieses innerlich akzeptieren, da es in diesem Moment sowieso schon da ist. Auf diese Weise soll auch unsere oft schon lange Zeit vorherrschenden Automatismen, wie auszuweichen und zu verdrängen, durchbrochen werden. Wir haben beobachtet, was diese Emotion in unseren Körpern auslöst. Beispielsweise kann der Nacken verkrampfen, ein flaues Gefühl im Bauch entsteht oder einem wird heiß oder kalt. Wenn uns etwas unangenehm berührt, ist es natürlich, dass zunächst der Wunsch im Vordergrund steht, dieses Gefühl loszuwerden. Bleiben wir jedoch bei diesem Wunsch stehen, bleibt interessanter Weise auch alles beim Alten.  Aber es geht hierbei nicht darum, das Gefühl zu verhindern oder zu kontrollieren, sondern dieses Gefühl und die dazugehörigen eigenen Körperreaktionen wahrzunehmen. Diese Kurseinheit habe ich als sehr intensiv und aufwühlend empfunden, konnte aber zum Ende des Seminars einen ruhigen Abschluss mit diesem Thema finden. Mir meine Gefühlslage in den Momenten bewusst zu machen, anzunehmen und zu akzeptieren, ist für mich definitiv ein Bereich den ich für mich noch weiter beobachten könnte.

Apropos weiteres Umsetzen von Zielen: wie ich im dritten Blog-Eintrag geschrieben habe, konnte ich meinen Plan umsetzen und nehme jetzt wöchentlich an einem Yoga-Kurs teil 😉