Behandlungsverfahren

Bei Novus Via legen wir viel Wert darauf, dass Patient und Therapeut zusammenpassen, denn das ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Behandlung. Hierfür bieten wir Ihnen zu Beginn der Behandlung ein diagnostisches Erstgespräch an (als sogg. IgEL Leistung). Das diagnostische Erstgespräch dient der Erhebung der persönlichen Patientengeschichte (Anamnese) und der klinischen Differentialdiagnostik. Im Rahmen dieses Gespräches finden wir gemeinsam die passende Methode und den passenden Therapeuten.

Darauf aufbauend klären wir sie über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten auf und erstellen gemeinsam einen Therapieplan. Das therapeutische Grundprinzip bei Novus Via ist ein ganzheitlicher Ansatz. Wir betrachten den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist, eingebunden in ein soziales und ökologisches Umfeld. Alle Therapeuten bei Novus Via sind in einem wissenschaftlich anerkannten Richtlinienverfahren approbiert und verfügen über Expertise in den Verfahren.

Verfahren:

Beim tiefenpsychologischen Verfahren geht es in erster Linie um das unbewusste Erleben und Verhalten des Patienten. Die psychischen Leiden können zum Beispiel durch innere Konflikte oder Traumata ausgelöst sein. Meist haben diese ihren Ursprung in der Vergangenheit, bestehen aber in der Gegenwart weiter. Insofern hat das Wort „tief“ eine doppelte Bedeutung: es bezieht sich sowohl auf die zeitliche Dimension als auch auf die Tiefe der psychischen Prozesse.

Obwohl die Ursachen für die psychischen Leiden oft in der Vergangenheit vermutet werden, stehen diese bei der Behandlung nicht immer im Vordergrund. Vielmehr ist das Ziel der Therapie, mit dem tiefenpsychologischen Ansatz, konkrete aktuelle Problemstellungen zu lösen.

In den therapeutischen Gesprächen sitzen sich Patient und Therapeut meist gegenüber und haben Blickkontakt. Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt.

Bei der Verhaltenstherapie steht, im Gegensatz zum Tiefenpsychologischen Verfahren, weniger die Vergangenheit, sondern vielmehr die Gegenwart des Patienten und damit auch sein gegenwärtiges Erleben und Verhalten im Mittelpunkt der Behandlung.

Meist beruhen aktuelle Leiden auf psychischen und sozialen Merkmalen oder festen Vorstellungen und Reaktionsmustern, die der Patient im Laufe seines Lebens entwickelt hat. Daher kommt es für den Therapeuten darauf an, im Gespräch mit dem Patienten zu erfahren, was genau das Problem ist, wie es entstanden ist und warum es nicht gelöst werden konnte.

Zusammen werden konkrete Therapieziele erarbeitet und der Weg dorthin definiert. Der Verhaltenstherapeut will den Patienten ermutigen, im Alltag hilfreiche Gedanken zu entwickeln und neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Diese Therapieform ist daher besonders für Patienten geeignet, die gerne an konkreten Aufgaben arbeiten.

Bei einer Verhaltenstherapie sitzen sich Patient und Therapeut gegenüber. Sitzungen finden meist einmal pro Woche statt.

Die Analytische Psychotherapie basiert auf den Lehren von Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. Genauso wie Freud geht diese Therapieform davon aus, dass der Mensch in der Kindheit und im Laufe seiner Entwicklung bestimmte Prägungen erfährt. Diese sind entscheidend dafür, wie man mit Herausforderungen oder Konflikten umgeht.

Psychische Erkrankungen können dementsprechend auf nicht bewältigten Entwicklungsschritten, inneren Konflikten oder traumatischen Erlebnissen beruhen.

Der Therapeut nimmt bei der Behandlung eine neutrale Rolle ein. Seine Aufgabe besteht darin, dem Patienten das Verdrängte bewusst zu machen. Der Patient liegt meistens auf einer Couch, der Therapeut sitzt außerhalb seines Blickfeldes hinter ihm. Die Sitzungen verlaufen offen, das heißt, der Patient erzählt, was ihm gerade einfällt. So wiederholen sich während der Therapie typische Denk- und Beziehungsmuster des Patienten und werden für ihn und den Therapeuten bewusst erlebbar. Für Patienten bedeutet das eine hohe Bereitschaft, in sich selbst hineinzusehen und eigene Gefühle zu beschreiben. Sitzungen finden zwei- bis viermal pro Woche statt.

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Person – nicht das Problem. Menschen erfahren und lernen in der Behandlung, ihre verborgenen Fähigkeiten zu entwickeln und eigenständig Lösungen für ihre Probleme zu finden. Der Behandler begegnet dem Klienten mit positiver Wertschätzung und Achtung. Er ist dabei vorurteilsfrei und versteht ihn aus dessen Lebenszusammenhängen, ganz ohne Fassade und Experten-Attitüde. Eine so gestaltete Beziehung ermöglicht es dem Klienten, sich selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren. Die „Kraft der Beziehung“ hat zentrale Bedeutung. Dies schafft die Grundlagen, dass Menschen eigene Wachstumskräfte entfalten und Probleme (Symptome) besser bewältigen können.

In den therapeutischen Gesprächen sitzen sich Patient und Therapeut meist gegenüber und haben Blickkontakt. Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt.

Charles M. Schulz ließ Charlie Brown einmal sinngemäß sagen: „Wenn ich die Mundwinkel nach oben ziehe und aufrecht stehe, ist das ganz schlecht für meine Depression.“

Körperorientierte Psychotherapie ist die Bezeichnung für unterschiedliche Psychotherapiemethoden, die die psychischen und körperlichen Dimensionen menschlichen Erlebens gleichwertig behandeln. Sie teilen die Annahme, dass Körper und Psyche eine nicht trennbare Einheit bilden. Körperpsychotherapiemethoden nutzen die Körperwahrnehmung als Möglichkeit, unbewusste psychische Prozesse aufzudecken und so ins Bewusstsein zu bringen. Sie arbeiten erfahrungsorientiert, was bedeutet, dass das momentane und vor allem körperlich empfundene Erleben während des Therapieprozesses im Fokus der Aufmerksamkeit steht.

Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt oder werden individuell, je nach Bedarf, vereinbart.

Die Probleme und Konflikte in einer Partnerschaft entstehen immer durch die wechselseitigen Beziehungsmuster zwischen beiden Partnern. Gleichzeitig geht es oft um Themen aus dem bisherigen Leben, die das Verhalten in der Partnerschaft beeinflussen. Der Therapeut arbeitet in den Gesprächen die typischen Muster heraus, durch die ein Paarkonflikt entsteht und eskaliert. Oft ist es hilfreich zu verstehen, welche Themen aus den Herkunftsfamilien der Partner im Streit auftauchen. Zum Beispiel kann es sein, dass ein Partner schon in der Kindheit wenig Verlässlichkeit oder viel Strenge erlebt hat und deshalb sehr stark reagiert, wenn er das Verhalten des Partners als ähnlich empfindet. Solche Beziehungsmuster und Grundorientierungen sollen in der Therapie genauer verstanden und durch neue, konstruktivere Formen des Umgangs miteinander ersetzt werden.

Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt oder werden individuell, je nach Bedarf, vereinbart.

Systemische Therapie ist an Beziehungsprozessen der Personen interessiert, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems beteiligt sind. Diese sind für Veränderungs- und Lösungsprozesse von Bedeutung. Dazu gehören Familienmitglieder, andere Personen oder Institutionen. Die beteiligten Personen müssen bei einer Systemischen Therapie jedoch nicht anwesend sein. Die Systemische Therapie arbeitet mit Familien und auch mit Einzelpersonen, Paaren und Organisationen. Im Gegensatz zu vielen anderen Therapien können die Sitzungen in unregelmäßigen und oft größeren Abständen stattfinden. Dies richtet sich nach dem Bedarf des Patienten.

Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt oder werden individuell, je nach Bedarf, vereinbart.

Die Schematherapie wurde zur Behandlung von chronischen, charakterologischen Aspekten psychischer Störungen entwickelt. Sie findet erfolgreich Anwendung bei der Behandlung chronischer erkrankter Patienten mit Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline– und narzisstische Persönlichkeitsstörung), aber auch bei Essstörungen, Substanzmittelmissbrauch, bei Paarbehandlungen und langjährigen Beziehungsstörungen.

Die Schematherapie geht davon aus, dass es bestimmte erlernte Grundschemata gibt, die darauf abzielen, die seelischen Grundbedürfnisse zu befriedigen und hierzu das Verhalten von Menschen steuern.

Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt.

Wer mit traumatischen Erlebnissen konfrontiert wurde, kann diese wegen der massiven Eindrücke oft nur schlecht verarbeiten. Hier kann eine Traumatherapie und das EMDR (Eye Movement Desensitiziation and Reprocessing) helfen.

Das Ziel von Traumatherapie und EMDR ist es, traumatische Erinnerungen zu verarbeiten und passende Bewältigungsmechanismen zu entwickeln. Diese Methode vermindert krankheitstypische Phasen, in denen der Betroffene aufgrund seiner belastenden Erlebnisse aus dem Hier und Jetzt wegdriftet (Dissoziation). Subjektive Stressempfindungen sollen langfristig verringert und alternative Denkstrukturen gestärkt werden.

Traumatherapie und EMDR sind für die Behandlung von Traumafolgestörungen zugelassen und haben eine hohe Wirksamkeit. EMDR wird jedoch auch bei anderen Störungen wie Depression und Ängsten erfolgreich eingesetzt.

Sitzungen finden ein- bis zweimal pro Woche statt und werden individuell, je nach Bedarf, vereinbart.